»Wie gestalten Sie Ihre Gesellschaft?«
Symposium
10.-12. September 2004 • NGBK Berlin

 
     
 

            Programmablauf
            über das Symposium
            Vorträge
            Arbeitsgruppen
            Referenten

 
 

 

 
 

Anlässlich des 2004 zum zweiten Mal ausgeschriebenen Wettbewerbs »evolutionäre zellen« veranstaltet die gleichnamige NGBK-Arbeitsgruppe ein Symposium zum Thema »Wie gestalten Sie Ihre Gesellschaft?«.
Das dreitägige Symposium findet vom 10.9 - 12.9.2004, im Vortragssaal der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V., Oranienstraße 25, 10999 Berlin statt.

Ausgehend von der These, dass wichtige gesellschaftliche Veränderungen durch selbst organisierte Initiativen vorbereitet und ausgelöst werden können, setzt sich das Symposium mit der Frage auseinander, wie sich solche Initiativen bilden, organisieren und ihre Ideen vermitteln. Welche Themen fokussieren sie und welche Strategien verwenden sie, um Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit für ihr Engagement zu schaffen? Darüber hinaus wird die Frage nach der Gestaltung im Schnittpunkt zwischen ästhetischer und gesellschaftlicher Relevanz diskutiert .

Wie im Wettbewerb, soll auch durch das Symposium eine möglichst große Spannbreite der Gesellschaftsgestaltung beschrieben werden. Deswegen reichen die vorgestellten Initiativen vom bürgerlichen Verein, über hierarchiefreie Gruppen bis hin zu Einzelprotagonisten.

Folgende Workshops werden angeboten

        • »Wo zwei Lockpicker sind, ist eine Gruppe«
          Geselliges Schlossöffnen mit Meister Johannes
        • »Dritte Generation Aktivismus«, Florian Schneider
        • »The Making of Civil Society«, Nuraini Juliastuti
          (Kunci Cultural Studies Center, Jakarta, Indonesien)
        • »(Re)Konstruktion der Wirklichkeit«,
          Bernd Moritz (Kritische Aktionäre) und Stefan Kaegi (Rimini Protokoll)

 
 

 

 
 

Programmablauf

 
     
   
     
 

über das Symposium

 
 

 

 
 

Das Symposium beinhaltet drei Teile: Vorträge / Arbeitsgruppen / Plenum Vorträge

ReferentInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen werden ihre Perspektive auf die verschiedenen Formen des gesellschaftlichen Engagements erläutern. Die Bandbreite reicht dabei von typischen Organisationsformen in der Zivilgesellschaft wie den Vereinen, bis hin zu symbolischen und konkreten Handlungsstrategien und den Strategien künstlerisch motivierter Initiativen.
Ein zweiter Vortragsblock beinhaltet die Vorstellung der Jurymitglieder des Wettbewerbs »evolutionäre zellen 2004«.

Arbeitsgruppen
Die 2-tägigen Workshops behandeln folgende Themenschwerpunkte:         
        • Strategien der Bewegungs- und Kommunikationsfreiheit,
        • Entsperrungstechnik als Sportart zur Bildung von hierarchiefreien Gruppen,
        • Informations- und Wissensvermittlung durch fundierte Recherche,
        • Rekonstruktion der eigenen Geschichte am Beispiel Indonesien.
Um Anmeldung wird gebeten.

Plenum
Den Abschluss des Symposiums bildet ein Plenum. Die TeilnehmerInnen der vier Workshops werden Ergebnisse präsentieren, über Erfahrungen berichten und mit dem Publikum über unterschiedliche Strategien der Gesellschaftsgestaltung diskutieren. Weitere detaillierte Informationen im Heft unter den jeweiligen Stichpunkten.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen des Symposiums ist kostenfrei.

Für die Vorträge, die Präsentationen der Jurymitglieder und das Abschlussplenum ist keine Anmeldung erforderlich. Aus planungstechnischen Gründen bitten wir aber um eine Anmeldung zu den vier Arbeitsgruppen, die allen interessierten TeilnehmerInnen offen stehen.

        Anmeldungen unter
        Telefon: 030 6165130
        Fax: 030 61651377
        e-mail: ngbk@ngbk.de

Essen und Getränke werden während des Symposiums zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt. Die entsprechende Bewirtung erfolgt im Innenhof der NGBK, wo alle TeilnehmerInnen Gelegenheit haben, sich "in guter Gesellschaft" auszutauschen.

 
 

 

 
 

Vorträge

 
 

 

 
 

»Wie gestalten Sie Ihre Gesellschaft?«
Eine Einführung in das Symposium von der NGBK-Arbeitsgruppe ãevolutionäre zellenÒ
Freitag 10.09.04 • 19.00 Uhr

 
 

 

 
 

»Weltverbesserer!«
Ein Vortrag von Albert Eckert
Freitag 10.09.04 • 19.30 Uhr

 
 

 

 
 

Gesellschaftsgestaltung durch zivilgesellschaftliches Engagement
Ein Vortrag von Dr. sc. Eckhard Priller
Freitag 10.09.04 • 20.00 Uhr

In engem Bezug zur »Parteien- und Politikverdrossenheit« sowie zur »Krise des Wohlfahrtsstaates« und zu den damit einhergehenden Legitimationsproblemen demokratischer Regierungen, lässt sich in Wissenschaft und Politik ein zunehmendes Interesse am Dritten oder non-profit-Sektor feststellen. Dritte-Sektor-Organisationen wird eine große Bedeutung im Rahmen der Reform des Wohlfahrtsstaates sowie auch der öffentlichen Verwaltung unter dem Leitbild des New Public Management eingeräumt. Mit ihnen werden neue Wege der Weiterentwicklung und Vertiefung der Demokratie vor Ort wie auch in weltweitem Maßstab in Verbindung gebracht, und nicht zuletzt wird non-profit-Organisationen auch eine wichtige Rolle bei der Reform der Arbeitsgesellschaft zugewiesen. Auf der Grundlage von empirischen Befunden, Praxiserfahrungen und unter Auswertung unterschiedlicher Messkonzepte geht Eckhard Priller den Fragen der Demokratieentwicklung nach und reflektiert über mögliche Perspektiven der gesellschaftlichen Mitwirkung.

 
 

 

 
 

»The Sticky Bit«
Ein Vortrag von Florian Schneider
Freitag 10.09.04 • 21.00 Uhr

Von Zuschauern, Kollaborateuren, Aktivisten und ihren Rechten

 
 

 

 
 

Die Jury stellt sich vor
Vortrags- und Informationsveranstaltung
Samstag 11.09.04 • 19.00 - 22.30 Uhr

In kurzen jeweils 15-minütigen Vorträgen stellen sich die einzelnen Mitglieder der Jury vor. Jeweils vier Positionen bilden dabei einen Durchgang. Der erste beginnt um 19.00 Uhr, der zweite um 20.30 Uhr. Nach jedem Vortragsdurchgang gibt es eine 30-minütige "Unterbrechung" während der die einzelnen ReferentInnen dem Publikum für Fragen zur Verfügung stehen. Das Angebot wird ergänzt durch weitere Informationsmaterialien zu den einzelnen Projekten, Gruppen und Personen.

 
 

 

 
 

Arbeitsgruppen

 
     
 

Arbeitsgruppe 1 / Florian Schneider

 
 

 

 
 

DRITTE GENERATION AKTIVISMUS
Was für den Fordismus das Fliessband und das Auto waren, stellen heute Mobiltelefon und all die anderen vernetzten Kommunikationsmaschinen dar. Mobilität ist beileibe nicht mehr auf die An- und Abreise zum Arbeitsplatz und ein paar Wochen bezahlten Urlaub im Jahr beschränkt. Im Zeitalter von Biomacht und biopolitischer Produktion geht es im weitesten Sinne um die Mobilmachung des gesamten Lebens. Bewegungsfreiheit und Kommunikationsfreiheit sind vor diesem Hintergrund nicht nur abstrakte Moralvorstellungen, sondern Voraussetzungen, unter denen sowohl Autonomie als auch Kontrolle inmitten immer verschlungenerer Informations- und Migrationsregime überhaupt erst möglich werden. Kulturelle, soziale, politische Rechte sind schließlich längst nicht mehr garantiert, sondern Gegenstand von Management: Sie werden kurzfristig und in Echtzeit gewährt, können ebenso rasch wieder entzogen werden und bedürfen meist keiner weiteren Vermittlung.
Wie sehen aktuelle Strategien von Verweigerung, Selbstbestimmung und Widerstand gegen diese neuen Formen von Macht aus? Welche Handlungsspielräume eröffnen sich für zeitgemäße Formen von Kommunikation, Kooperation und Kollaboration? Welche politische Bedeutung haben spontane Vernetzung und Ad-hoc-Organisierung?

In seinem eigens mitgebrachten "everyone-is-an-expert"-Mobil stellt Florian Schneider einige bisherige Arbeiten vor und lädt ein zu seinem Workshop.

http://www.kein.org

 
 

 

 
 

Arbeitsgruppe 2 / Rimini Protokoll und Kritische AktionärInnen

 
 

 

 
 

(RE)KONSTRUKTION DER WIRKLICHKEIT
Im Workshop treffen sich Bernd Moritz vom »Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre« und Stefan Kaegi von dem Regiekollektiv »Rimini-Protokoll« (Haug, Kaegi, Wetzel). Beide geben Einblicke in ihre aktuelle Praxis, die sich aus jeweils unterschiedlichen Ausgangslagen mit den Mitteln der Inszenierung mit der Konstruktion und Rekonstruktion von gesellschaftlichen Ist-Zuständen beschäftigt.

So gelingt es den Kritischen Aktionärinnen und Aktionären immer wieder, das soziale und ökologische Engagement von über 4000 Kleinaktionärinnen und Kleinaktionären zu Gehör zu bringen. Mittels der Übertragung ihrer Stimmrechte an die Kritischen Aktionäre ergibt sich die Möglichkeit, innerhalb der Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften ihren Protest und ihre Wünsche nachdrücklich vorzutragen.

www.kritischeaktionaere.de

Ebenfalls um das zu Gehör bringen von Stimmen ging es in einem der Projekte von Rimini-Protokoll: "Deutschland 2" (2002). Für das Projekt wurde eine Berliner Bundestagsdebatte in der Bonner Schauspielhalle live nachgesprochen. In Castings wurden aus Bonner Bürgern 200 Vertreter der Volksvertreter ausgesucht, die politische Rede wurde kopiert und ging dadurch wieder in den Mund des Souveräns über. Zur Zeit erarbeitet Stefan Kaegi, im Rahmen der mobilen Akademie, mit Hilfe von Kopfhörern, Lupen, Briefen und Feldstechern Fährten, die Städte in subjektive Bühnenbilder verwandeln.

www.rimini-protokoll.de

Gemeinsam gehen sie im Workshop der Frage nach, wie die unscharfen Übergänge zwischen inszenierter Wirklichkeit und der Wirklichkeit der Inszenierung produktiv für gesellschaftliche Orientierung und Einflussnahme genutzt werden können.

 
 

 

 
 

Arbeitsgruppe 3 / KUNCI Cultural Studies Center

 
 

 

 
 

»COMMUNITY HISTORY PROJECT: #1 FAMILY HISTORY AND IDENTITY«
The KUNCI Cultural Studies Center (KCSC) will offer a presentation on the organization and its programs with a focus on the »community history project: #1 Family History and identity« (materials: reader, photos, film). The workshop also offers the opportunity to get a closer view into Indonesias historical, social and political developments and to find out more about the framework, the conditions, oppositions and chances of cultural research in Indonesia.

The KCSC is a Yogyakarta (Indonesia) based non profit organization established in 1999. The Center aims to build strong relationship between varied social science and humanities, to be able to answer social and cultural problems in contemporary Indonesia. KCSC has several programs such as printed newsletter, website, conference and seminars, workshops, and runs a small library on cultural studies. From the beginning KCSC had been concernd with the marginalized issues and people who are always being rejected and denied from everyday people's life and social analysis in Indonesia. The Centers programs raised up many different themes such as youth culture, sexuality issues (gay/lesbian/queer), racism, politics of the body, politics of identity, politics of space, etc. The KCSC-website contains a printed newsletter, links to articles and cultural studies working papers from Indonesia and all over the world, links to recent news and articles on Indonesian culture, cultural studies websites/journals, and cultural studies archives from all over the world. Continually, KCSC helds monthly discussions, workshops, and »Sunday-school« which is specifically done to discuss any new progress and development on cultural studies issues in Indonesia.

www.kunci.or.id

The KUNCI Cultural Studies Center will be represented by Nuraini Juliastuti. The workshop will be held in english.

 
 

 

 
 

Arbeitsgruppe 4 / Johannes vom Fluss

 
 

 

 
 

"WO ZWEI LOCKPICKER SIND, IST EINE GRUPPE" Ð GESELLIGES SCHLOSSÖFFNEN MIT MEISTER JOHANNES
Im ersten Teil des Workshops wird zunächst über die Konstruktions- und Aufbauweise von Schlössern gesprochen. Im zweiten Teil stellt dann jede/r TeilnehmerIn mittels Schraubstock und Metallfeile sein eigenes zur Schlossöffnung notwendiges Entsperrungswerkzeug her, um im dritten Teil damit erste sportliche Versuche im lockpicking zu machen. Während der Schlossöffnungs-Übungsphasen werden dann zum einen der kulturhistorische Hintergrund des Schließens und Verschließens Diskussionsgegenstand sein sowie Ð gemäß dem Titel des Workshops — die Bildung hierarchie- und geldfreier Gruppen in unserer Gesellschaft.

 
 

 

 
 

zu den Vortrags- und Arbeitsgruppengästen

 
     
 

Albert Eckert (*1960) betrieb während seines Studiums der Germanistik, Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft eine Praxis als "Schönheitsmasseur" für schwule Männer, wurde dann selbstständiger Publizist, Tagungsleiter und PR-Berater. Von 1989 bis 1995 war er parteiloses Mitglied der grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin (zunächst West), kurzzeitig dessen Vizepräsident, kultur- und rechtspolitischer Sprecher der Fraktion. Seit 1997 leitet er die Öffentlichkeitsarbeit der grännahen Heinrich-Böll-Stiftung. Er ist Mitglied des Präsidiums der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK).

Dr.sc. Eckhard Priller (*1949) studierte Ökonomie und Soziologie an der Sektion Wirtschaftswissenschaften der Humboldt Universität zu Berlin. 1978 bis 1991 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie und Sozialpolitik an der Akademie der Wissenschaften. Seit 1992 Forschungen und Publikationen zur sozialen Situation in der DDR und zur Entwicklung in den neuen Bundesländern. Mitarbeit in verschiedenen wissenschaftlichen Projektbeiräten, unter anderem zu den Themen "Die Rolle der Sportvereine im sozialen und politischen Transformationsprozess der neuen Länder", "Zukunft des bürgerschaftlichen Engagement", sowie Erstellung einer "Repräsentativen Erhebung zum Ehrenamt".

Florian Schneider (*1967) Florian Schneider ist Filmemacher, Autor und Netzaktivist (arte-Themenabende » kein mensch ist illegal« und » Was tun? Akitivismus heute« — Vernetzungsprojekte, Plattformen und Media Labs: noborder, wastun.org, D-A-S-H, make world, v2v/videomat, thistuesday). Er arbeitet mit Vorliebe an den Schnittstellen zwischen Mainstream und Independent Media, politischem Aktivismus und Kunstbetrieb, alten und neuen Medien, Kommunikations- und Bewegungsfreiheit.

Stefan Kaegi (*1972) studierte Kunst in Zürich und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Zusammen mit Bernd Ernst gründete er das Label Hygiene Heute, um theatrale Ready-Mades auf die Bühne zu holen. So wurden in Kaegis Audiotour Kirchner und der Schnitzeljagd Skrot. The Krakow Files die Städte Frankfurt, Gießen, München und Krakau zum begehbaren Bühnenbild. Zusammen mit Helgard Haug und Daniel Wetzel arbeitet Kaegi unter dem Label Rimini Protokoll an Themen wie mitteleuropäischen Todesarten und Rechtsprechung. Politisch Furore machte die Gruppe, als sie während des Festivals Theater der Welt 2002 im alten, mittlerweile leer stehenden Parlamentsgebäude in Bonn eine aktuelle Berliner Bundestagsdebatte mit Laiendarstellern nachstellte.

Bernd Moritz arbeitet als Angestellter in Hamburg und ist Mitglied im Vorstand der Kritischen Aktionäre, sowie im Förderkreis »Rettet die Elbe«.

Johannes vom Fluss (*1966) hat in Leipzig Malerei, Grafik und Medienkunst studiert. Seine allererste Ausbildung erfuhr er jedoch im Alter von 19 Jahren als Betriebsschlosser, was einen Grundstein legte für sein Interesse an Schlössern. Zusammen mit Steffen Wernéry gründete er 1997 den Verein ãSportsfreunde der Sperrtechnik DeutschlandÒ, um diesem parallel einen Ableger hinzuzufügen: Die »Kunstsportgruppe Umgehungstechnik«, die über das reine Schlossöffnen hinaus auch den kulturhistorischen und den philosophischen Hintergrund dieser Extremsportart behandelt. Seitdem trifft sich diese Gruppe einmal pro Woche und zusätzlich zu besonderen Anlässen, wie z.B. der Veranstaltung "time wasters", (Amsterdam), der "Geldbeschaffungsmesse" (Berlin), "busy doing nothing" (Frauenuniversität Hannover), zum Theaterknastfestival an der Volksbühne, Berlin, oder anlässlich des alljährlichen Kongresses des Chaos Computer Clubs. Des Weiteren ist Johannes vom Fluss tätig im bildnerischen und skulpturalen Bereich sowie im Experimentalfilm und der Sozial-Performance.

Nuraini Juliastuti ist Direktorin des KUNCI Cultural Studies Center, Yogyakarta, Indonesien und Mit-Herausgeberin des Magazins »KUNCI« (zu KUNCI Arbeitsgruppenseite).

Thomas Leif (Netzwerk Recherche)
Der Verein Netzwerk Recherche soll eine Lobby für den in Deutschland vernachlässigten Recherche-Journalismus sein. Er vertritt die Interessen jener Kollegen, die oft gegen Widerstände in Verlagen und Sendern intensive Recherche durchsetzen wollen. Der Verein sieht sich in der Pflicht, wenn Funktionsträger den freien Fluss von Informationen behindern, wenn kein Geld für Recherchen zur Verfügung gestellt wird, wenn Kollegen für korrekte, kritische Arbeit angegriffen oder zum Teil sogar juristisch verfolgt werden. Zu den zentralen Zielen des Netzwerks gehört es zudem, die Aus- und Fortbildung im Bereich Recherche zu verbessern. Hierzu erarbeitet der Verein selbst Konzepte, organisiert Seminare mit und kümmert sich um die Vergabe von Recherche-Stipendien. Des Weiteren stellt das Netzwerk Recherche zusammen mit der Initiative Nachrichtenaufklärung eine Top Ten der vernachlässigten Themen eines Jahres zusammen. Auf Platz 1 der Liste 2003 setzte die Jury das Thema "Korruption: Deutsche Unternehmen schmieren im Ausland". Zwei Auszeichnungen werden darüber hinaus vom Netzwerk Recherche vergeben: Den "Leuchtturm" für eine außergewöhnliche Recherche, die für den öffentlichen Diskurs von großer Bedeutung ist und die "verschlossene Auster", für den Infoblocker des Jahres. Im letzten Jahr bekam diese Auszeichnung die Hypo Vereinsbank.
www.netzwerkrecherche.de

 
 

 

 
 

Informationen zur Jury unter
www.evolutionaere-zellen.org

 
     
 

Impressum

 
 

 

 
 

Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
Oranienstraße 25
D-10999 Berlin
Tel.: ++49 (0)30 616 513-0
Fax: ++49 (0)30 616 513-77
E-mail: office@ngbk.de
Internet: www.ngbk.de

Präsidium: Albert Eckert, Karin Nottmeyer, Prof. Dr. Silke Wenk
Geschäftsführung: Leonie Baumann
Geschäftsstelle: Wibke Behrens, Gisela Gnoss-Yavuz, Matthias Reichelt, Hartmut Reith

NGBK-Arbeitsgruppe »evolutionäre zellen«: Martin Brandt, Florian Haas, Claudia Hummel, Andreas Wolf, Franziska Zólyom
Alte Mainzer Gasse 4-6 • D-60311 Frankfurt/M • fon/fax +49 (0) 69 282963 evolutionaere-zellen@fingerweb.org • www.fingerweb.org

Die NGBK dankt der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur für die Förderung und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin für die Finanzierung des Symposiums.

Der Wettbewerb »evolutionäre zellen 2004« ist ausgeschrieben von »finger Ð Verein zur Förderung der Gesellschaftsgestaltung e.V.«, in Zusammenarbeit mit dem Karl Ernst Osthaus Museum, Hagen, THEATERFORMEN s/REpublicACTION(*) und der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. (NGBK)
*gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Teilnahmeformulare können abgerufen werden unter:

www.evolutionaere-zellen.org

oder gegen einen frankierten Rückumschlag unter folgender Adresse angefordert werden:
finger e.V / »evolutionäre zellen« c/o Karl Ernst Osthaus Museum / Hochstraße 73 / D 58095 Hagen