ORGANISIERE DICH SELBST

Ein Gespräch mit den »Glücklichen Arbeitslosen«

finger editorial team

English

Glückliche Arbeitslose im gespräch mit finger

finger: Seit ihr dauerhaft glückliche Arbeitslose, oder ist der Zustand für euch als glückliche Arbeitslose eine temporäre Idee?

Die glücklichen Arbeitslosen: Nein, wir haben sowieso nie gesagt, dass wir glückliche Arbeitslose sind. Das war erst mal eine Provokation zu sagen, dass wir glückliche Arbeitslose sind gegen die dominante Vorstellung, dass Arbeitslosigkeit mit Unglück verbunden ist. Das ist ja auch nicht wahr. Ich kann so glücklich sein wie alle anderen auch, aber das klappt nicht immer. Das ist eher eine Zielsetzung als ein Programm, glücklicher Arbeitsloser zu sein, eher eine Suche als ein Zustand.

Das ist auch aus dem Umstand geboren, dass Arbeitslosigkeit einfach ein Fakt ist und eher mehr wird, als weniger. Daraus ergibt sich die Frage, wie man mit dieser Situation umgeht, dass es Arbeitslosigkeit gibt. Da gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man fällt damit in ein tiefes schwarzes Loch, oder man versucht eben gegen zu steuern und eine gesellschaftliche Akzeptanz für Arbeitslosigkeit zu erreichen, weil Arbeitslosigkeit in unserer Gesellschaft einfach da ist und nicht mehr verschwinden wird. Dann geht es darum diese Situation zu nutzen und etwas Positives daraus zu machen.

Seit wann gibt es die glücklichen Arbeitslosen?

Angefangen haben wir 1995. Am Anfang waren das Gespräche, darüber was wir machen und wie wir die Welt erleben. Dann haben wir einen Text geschrieben und den vorgetragen.

1995 war in Berlin eine ziemlich aufregende Zeit. Da hat man einfach gemerkt, man konnte relativ gut klar kommen ohne Arbeit, denn die Stadt bietet genug, um auch so ein interessantes Leben zu führen. Was einem fehlt ist eben nicht Arbeit, sondern einfach Geld. Und da es nicht genug Arbeit gibt, es aber manche Leute gibt, die arbeiten wollen und andere, die nicht arbeiten wollen, kann man die Arbeitsplätze, die es gibt, ja denen überlassen, die arbeiten wollen und verzichtet zugunsten denjenigen, die arbeiten wollen, auf Arbeit. Und dafür wird man entlohnt.

Und in dem mehr oder minder Geldlosen Zustand, wie kommt ihr da an Geld?

Das war die Frage, die Suche nach unklaren Resourcen, eine Suche eben. Wir haben immer gesagt, wir haben keine Lösung und eigentlich auch kein Problem. Wir wollen Fragen stellen, haben aber keine Antworten. Das war das Haupt-Problem der bestehenden Arbeitsloseninitiativen oder Gruppen, alle haben ihre eigene Lösung, ihre fundamentale Kapitalismuskritik und alle haben ihre kleine Nische und haben ihre Lösung zu verteidigen, gegen die anderen natürlich, denn deren Lösungen sind ja nicht so gut wie die eigenen, natürlich. Das zog uns überhaupt nicht an. Wir dachten, wir wollen nicht noch eine Initiative daneben stellen, sondern eben Fragen stellen und keine zusätzlichen Antworten geben. Von den Antworten gibt es genug, von den Fragen eher weniger.

Wir hatten nie den Anspruch, allgemeingültig zu sein und zu sagen: alle sollten glückliche Arbeitslose werden und dann gibt es eine glückliche Welt in der sich alle wohlfühlen. Es wird immer wahrscheinlicher, dass man größere Pausen im Erwerbsleben hat, und was macht man mit diesen Pausen dazwischen? Entweder man geht zum Arbeitsamt und kriegt schlechte Laune, oder man wird einfach zwischenfinanziert, eine Zeit lang. Wir sagen, den Leuten wird schon was einfallen, wenn man sie nicht mit der moralischen Keule schlägt und sagt, du Nichtsnutz, du Schmarotzer, du Arbeitsloser. Sondern wenn man sagt, das ist völlig normal eine Pause zu haben und sich neu zu orientieren. Man soll die Leute eher unterstützen, als sie zu irgendwelchen Vorstellungsgesprächen zu schicken, um da ihre Stempel zu bekommen.

Ihr habt ja dann aber auch in eurem Zusammensein sehr konkrete Maßnahmen ergriffen und eigene Formen entwickelt, Spaziergänge zu machen zum Beispiel …

Die Spaziergänge waren mit den Arbeitslosen-Protesten verbunden. 1998 im Wahljahr gab es viele Demonstrationen und Proteste und es war eine Situation in der wir dachten, die Frage stellen zu können ok die Arbeitslosen-Proteste sind gut aber wofür eigentlich? Die Stimmen riefen Arbeit, Arbeit, wir wollen Arbeit… Ich meine, es ist absurd, die Gewerkschaften haben zu diesem Zeitpunkt nichts anderes gefordert als Vollbeschäftigung …

1997 war das ungefähr, da gab es diese Euro-Marsch Geschichte. Leute, die von überall her in Europa nach Amsterdam marschiert sind, für die Vollbeschäftigung und gegen die Ausgrenzung. Das war eine ganz komische und masochistische Angelegenheit. Und als die über Berlin kamen, hatten wir ein paar Liegestühle aufgestellt und es gab ein Riesen-Transparent mit der Aufschrift, WIR BLEIBEN LIEGEN. Das war eigentlich die erste Aktion, wenn man das so nennen kann. Da kamen schon Leute zu uns und sagten: »Ja, das stimmt eigentlich«.

Die Spaziergänge waren auch der Versuch die Form des Protests zu verändern. Wenn wir inhaltlich anders herangehen, muss auch die Form eine andere sein, also nicht nur Demos, sondern auch Spaziergänge. Wir haben dann auch kurzzeitig Arbeitsämter besetzt, Leute besucht und diskutiert, oder wir haben Restaurants besucht und haben gesagt: »Hallo, wir sind von der Arbeitslosenbewegung und würden hier gerne kostenlos essen«. Manchmal ging das sogar die Idee dazu kam aus Frankreich , aber wir haben das dann nicht weiter gemacht, nachdem die Arbeitslosenproteste ausgestorben waren. Wir dachten, es sollte keine Gewohnheit werden. Das war in der Situation relevant, in der wir eben etwas anderes als Demos machen wollten.

Aber ihr habt euch als Teil der Arbeitslosen-Proteste verstanden, mit dieser Art von parallelen oder alternativen Veranstaltungen?

Ja genau. Wir haben nicht gesagt: wir die Glücklichen Arbeitslosen machen das, sondern wir haben Vorschläge gemacht und dann kamen Leute dazu, die das aufgegriffen haben. Wir wollten keine Fronten bilden zwischen diesen und jenen Arbeitslosen, sondern wir haben gesagt: das eigentliche Problem sind die Zwangsmaßnahmen und die Schikanierung vom Arbeitsamt, und die gelten sowohl für die Jobsuchenden, wie auch für die glücklichen Arbeitslosen. Dagegen wird protestiert! Das ist die gemeinsame Sache, egal, ob man Arbeit sucht oder nicht. Deswegen gab es da keine Trennung oder nur diese Forderung nach Vollbeschäftigung.

Wie habt ihr die Aktionen publik gemacht?

Es gab damals diese Versammlungen und innerhalb von Demos haben wir Leute angesprochen und gesagt: so geht es nicht!

Es war aber häufig auch einfach ein großes Missverständnis, denn es kamen immer wieder Briefe und Anrufe von Leuten, die sagten sie würden gerne bei dem Verein mitmachen. Aber es gab nie einen Verein.

Zum Beispiel war vor einiger Zeit ein Typ da, der sagte: »Vor zwei Jahren war ich auf einer Veranstaltung der glücklichen Arbeitslosen in Westdeutschland«, aber wir haben da nie eine Veranstaltung gemacht. Das war die Idee, dass Leute diese Idee für sich selbst aufgreifen. Manchmal haben wir das erst viel später gemerkt, zum Beispiel auch, dass das Manifest übersetzt wurde, auf portugiesisch, auf spanisch usw., das war auch nicht unsere Initiative. Einmal habe ich einen Anruf bekommen: »Ich würde gerne so ein T-Shirt bestellen« und ich fragte, »Was für ein T-Shirt?« »Das T-Shirt: Ich bin ein glücklicher Arbeitsloser.«. »Keine Ahnung«, habe ich gesagt, und er hat sich gewundert: »Was? Aber hier laufen alle damit rum!« Es gab eben das Manifest und da wurden Briefe hingeschrieben, und die wurden beantwortet oder eben publiziert im Müßiggangster. Wir wollten auch nie so ein Hilfe-Verein sein oder eine Betroffenen-Vertretung nicht weil die schlecht sind, sondern die gibt es einfach schon wie Sand am Meer. Arbeitslosen-Cafes, wo die sich treffen können und solche Geschichten, das gab’s ja alles vorher auch schon. Wir wollten uns einfach erhobenen Hauptes daneben stellen und sagen: das ist unsere Theorie! Die Umsetzung in die Praxis wollen wir eher über relativ absurde Maßnahmen durchführen.

Absurde Maßnahmen?

Einiges ist da gemacht worden. Das geht von den Geldbeschaffungsmaßnahmen bis hin zu Sachen, die dann auch noch nicht passiert sind wie zum Beispiel dem Denkmal für den Unbekannten Arbeitslosen …

Das wollt ihr machen?

Ja, aber jetzt nicht mehr. Die Gewerkschaften wollen das jetzt machen natürlich mit einem anderen Inhalt.

Inzwischen sind wir ziemlich vorsichtig geworden, weil wir nicht in die Nähe der schlingensiefschen Spaßgesellschaft kommen wollen. Wir haben deswegen auch auf ziemlich viele Aktionen auch verzichtet.

Ich habe neulich mit dem Typen gesprochen, der damals das Betteldiplom gemacht hat. Der meinte auch, das war ok vor vier Jahren, heute würde er das so aber auch nicht mehr machen, denn es gibt mittlerweile diese Volksbühnenschiene bei der alles mögliche thematisiert wird, alles aber auch immer Spaß machen muss. Das wollen wir nicht mitmachen. Da sind wir vorsichtiger geworden. Das verkommt sonst sehr schnell zum Klamauk und man wird zum Pausenclown. Aber wenn wir schon was machen dann wollen wir das auch anders gestalten als solche merkwürdigen Betroffenheits-Vorträge.

Zusammen veröffentlicht ihr die Zeitschrift Müßiggangster. Erscheint der Müßiggangster regelmäßig?

Nein, sehr unregelmäßig, so über den Daumen gepeilt, ein mal im Jahr. Jetzt wäre es eigentlich wieder einmal an der Zeit, jetzt, wo das Arbeitsamt in die Knie gezwungen wurde durch die Situation mit den gefälschten Statistiken. Im Grunde genommen machen die Beamten vom Arbeitsamt ja noch weniger als die Arbeitslosen.

Und zur Redaktion des Müßiggangsters, da finden sich dann ein paar Glückliche zusammen und …

Ja. Das ist dann einerseits das, was an Texten von Lesern gekommen ist und von Leuten, die davon gehört haben. Die Idee zum Müßiggangster kam nach dem Manifest, nachdem innerhalb von drei Monaten ungefähr 500 Briefe bei uns ankamen. In den Briefen stand: »Ich wusste, dass es solche Leute gibt«, »es musste solche Leute geben, aber ich hab mich nie getraut, das selbst öffentlich zu sagen«, »gut, dass ihr das macht« und »ich bin dabei!« Da haben wir gedacht, ok, wir müssen was machen, aber 500 Zuschriften können wir nicht jeweils beantworten. Da kamen wir auf die Idee eines Rundbriefes, so dass wir auch die Texte von anderen glücklichen Arbeitslosen verteilen können.

Zu dem engeren Kreis der Glücklichen Arbeitslosen, zu der Redaktion des Müßiggangsters und zu den Aktionen, sind da über die Jahre noch Leute dazu gekommen?

Ja, immer mal wieder. Wir hatten ein paar Treffen gehabt, im Stall früher. Da wurde bekannt gegeben, wann man sich zum Müßiggangster trifft. Dann sind Leute gekommen. Die, die mitgemacht haben, waren sogar sehr engagiert dabei. Dieser in Rente gegangene Lehrer zum Beispiel. Die Leute, die mitgemacht haben, waren nicht nur irgendwelche Arbeitsverweigerer und Freaks, sondern einfach auch Leute, die bei den Glücklichen Arbeitslosen eine bestimmte Alternative gesehen haben, wie man mit dem Thema umgehen kann.

Aber am Anfang stand das Manifest, das war die Initialzündung. Wie habt ihr das Manifest publiziert, oder wie haben die Leute vom Manifest erfahren?

Das war komisch, denn am Anfang war das kaum wahrgenommen. Vor allem, das war ja gar nicht als Manifest gedacht, sondern als Vortrag. Wir waren eingeladen beim Sklavenmarkt, von der Zeitschrift Sklaven, hinterm Prater im Prenzlauer Berg hatten die ihr Büro. Vorher hatten wir uns ein paar mal getroffen und überlegt, was man alles machen könnte und Ideen gesammelt. Dann gab es den Vortrag und den Tauglichkeitstest, ob man überhaupt tauglich ist, ein Glücklicher Arbeitsloser zu sein und einen Dia-Vortrag.

Wie sah der Tauglichkeitstest aus?

Das waren so Fragen wie: Nennen sie drei berühmte Arbeitslose aus der Geschichte, oder: »Wer ist ihr Lieblingsarbeitsloser?« oder: »Wenn es den Begriff Arbeit nicht gäbe, wie würden sie die Begriffe Kurzzeit, Langzeit und Gleitzeit definieren?«. Da kamen wunderschöne Antworten. Wer sind ihre Lieblingsarbeitslosen? Einer hat dann geantwortet: »Meine Mutter, mein Vater und mein Bruder.« Bei den berühmten war eigentlich Jesus und Buddha an erster Stelle. Das fand ich auch ganz schön, dass das dann die Prediger und Propheten sind. Ich hab mal spaßeshalber die ganzen Antworten genommen und in ein kleines Programm reingehackt und zu jedem Begriff wie Kurzzeit, Langzeit und Gleitzeit einfach die Antworten hintereinander gesetzt, und da kamen unglaublich poetische Definitionen dieser Begriffe dabei raus.

Der Scheinschlag hatte das Manifest auch abgedruckt, und daraufhin haben auch größere Zeitungen einen Beitrag gemacht. Das war die Zeit, als die Arbeitslosen-Proteste anfingen. Da haben sie das Manifest nachgedruckt, in der TAZ zum Beispiel. Was uns sehr geholfen hat, war eine Falschmeldung in der FAZ, die sagte, dass es in Deutschland 150000 glückliche Arbeitslose gibt, da stand die ganze Presse sofort da, sogar Bundestagsabgeordnete haben geschrieben, und fragten, was das denn ist. Das von der FAZ war eine Ente, aber es hat uns geholfen, weil daraufhin sich wieder Leute gemeldet haben. Plötzlich kamen dann alle möglichen Fernsehsender und wollten uns zum Frühstücksfernsehen einladen.

Habt ihr das dann mal gemacht?

Nein, wir haben immer gesagt: keine Bilder! Das haben wir grundsätzlich abgelehnt. Der STERN hatte mal angefragt, und wir hatten gesagt, ok, machen wir ein STERN-Interview. Zum Interview hatten sie einen teuren Fotografen mitgebracht und sie waren dann ganz schön perplex, als wir meinten, nein, keine Bilder. Dann haben sie ihre Redaktion angerufen und gesagt: die wollen keine Bilder! Es war aber für ein Format vorgesehen mit Bildern. Sie haben gefragt: »Dürfen wir wenigstens eure Füße fotografieren?« »Ja, kein Problem«, aber damit war wiederum die Bildredaktion nicht einverstanden.

Und verwendet ihr immer Pseudonyme?

Ach ja, am Anfang haben wir das gemacht. Gerade Massenmedien wie das Fernsehen haben es ja immer auch ganz gerne, wenn sie Einzelpersonen auf das Podest stellen können, aber genau darum geht es ja gar nicht. Das hat eine seltsame Nebenwirkung, wenn du die Presse so ablehnst, dann werden sie erst recht neugierig. Die haben dann viel mehr berichtet, als wenn wir ihnen nachgelaufen wären.

Wurdet ihr auch schon als reines Kunstprojekt interpretiert?

Am Anfang haben wir eher die Gefahr gesehen in einen Topf mit der typischen linken Szene geworfen zu werden, mit dem gleichen Habitus, mit den gleichen Veranstaltungsorten, mit der gleichen Sprache. Davon wollten wir uns distanzieren. Und wenn du dich davon distanzierst, landest du fast zwangsläufig in der Kunstszene. Wir haben immer versucht zwischen beiden Polen zu stehen, und das hat irgendwie auch funktioniert. Wir haben manchmal Veranstaltungen in Galerien gemacht, in Köln zum Beispiel, aber da kamen trotzdem Arbeitslose, Leute, die normalerweise keine Galerien von innen sehen, aber die waren da, weil es um das Thema ging. Ja, wir versuchen beides, entweder in der Politszene, oder in der Kunstszene.

Ich glaube, man hätte die ganze Geschichte noch viel mehr aufladen können, die Möglichkeiten waren hundertfach da. Eben zu sagen, ja wir machen jetzt einen Verein, ja wir machen jetzt das und das, aber das artet dann eben wieder in Arbeit aus. Da beißt sich die Katze auch wieder in den Schwanz. Das ist echt Arbeit, so was dann wieder am Laufen zu halten, die ganzen Anrufe und Briefe auch wieder zu beantworten, Aktionen zu organisieren, und darum ging es im Grunde genommen nicht.

Erst mal das, und dann auch die Trennung zwischen Organisatoren und Publikum, die wir nicht wollen. Es kam immer wieder die Frage: »Was macht ihr jetzt?« Da haben wir immer zurück gefragt: »Was macht ihr jetzt, ihr könntet ja vielleicht was anfangen.« Wir wollen nicht diejenigen sein, die alles organisieren. Wir wollen nicht für »die Arbeitslosen« sprechen, wir sind nicht die Arbeitslosenführer oder Organisatoren, wir haben immer gesagt, »Organisiere dich selbst«. mehr infos unter: www.diegluecklichenarbeitslosen.de

 

"Organise yourself!"

Interview with the Happily Unemployed

finger: Are you permanently happy being unemployed or is the situation for you, the Happily Unemployed, a temporary idea?

The Happily Unemployed: No, we have never said that we are happy as being unemployed. At first it was provocative to say that we are the lucky unemployed against the predominant thought that being out of work is closely linked to bad luck which isn't true either. I can be as happy as everyone, however that doesn't work out all the time. To be a Happily Unemployed is rather a target than a plan, rather a quest than a situation. This also stems from the condition that unemployment is simply a fact and is rather rising than decreasing. The question that arises from that is how to deal with the situation that there is unemployment. There are two possibilities: You are either left with nothing or you try to act against it and achieve that unemployment is accepted in society as it is just there and won't disappear again. It's about to use this situation and to turn it into something positive.

Since when do the Happily Unemployed exist?

We started in 1995. At the beginning there were discussions about what we are doing and how we experience the world. Then we wrote a text and presented it. Berlin in 1995 was a pretty exciting period of time. You realised that you could sort out your life quite easily without work as the city offers enough to lead an interesting life nevertheless. What you are missing is not just work but simply money. As there isn't enough work, and some people who want to work and others that don't want to work, one could leave the existing jobs up to those who want to work and relinquish work in favour of those who are willing to work. And for that you are paid.

In a situation where you have more or less money how do you manage to raise money?

That was the question, the search for undefined resources, simply a quest. We have always pointed out that we don't have a solution and actually not a problem either. We want to ask questions but haven't got any answers. This was the main problem of the existing initiatives or groups of unemployed all have their own solution, their fundamental critique of capitalism and all have their small niche and certainly need to defend their solution against the others, with the solutions of those being not as good as the own ones, of course. For us, this wasn't attractive at all. Our opinion was that we didn't want to add another initiative but to ask questions and give no additional answers. There are enough answers but rather less questions. We never claimed to be universal and say that everyone should become a Happily Unemployed, thus getting a happy world in which everyone lives satisfied. It's becoming more and more likely to have bigger breaks during your working life and what should you do with these breaks in between? You either go to the employment exchange and get frustrated or you get interim finance for a time. We say that people will get an idea if their morale is not destroyed calling them a useless bungler, a sponger, or an unemployed person but admitting that it's completely normal to have a break in your working life and to think of a change of occupation. People should be supported rather than just sent to any job interviews, only in order to ”sign on“.