DIE TISCHTENNISGUERILLIAtischtennisparty@berlin.de
Anziehungspunkt für Eingeweihte und Vorübergehende: Tischtennis kann jeder. Der Stadtraum wird zum Spielfeld und die Teilnehmer zu Akteuren. Fast alle Orte eignen sich, bespielt zu werden, und die durchs Bespielen angeeigneten Räume eignen sich zum Wohlfühlen Ð die Tischtennisguerilla ist unterwegs! Ein offener Verbund, seit Jahren schon wöchentlich neue Orte im öffentlichen Raum bespielend. Sich selbst organisierend in Vorfreude heiterer Kommunikation, lädt er die ein mitzumachen, denen kleine weiße Bälle Freude machen. Dem Tischtennisgedanken folgt derjenige, der über e-mail oder von Mund zu Ohr mitgekriegt hat, wo diesen Dienstag Tischtennis stattfinden soll, oder viel besser: ich habe einen tollen Ort gefunden und sorge für Plattentransport, Generator, Musik und ein paar Getränkekisten und informiere bis zum späten Dienstag-Nachmittag die anderen. Dann steht zum Einbruch der Dunkelheit die Tischtennisplatte an einem Ort wie der Weltzeituhr oder dem Marx-Engels-Forum, bei Ella im Flur oder unter der Mühlendammbrücke, am Jannowitzspreeufer oder mitten im Kreisverkehr des Straussberger Platzes, schön beleuchtet und nett beschallt. Gespielt wird erst im Einzel, dann im Doppel, dann Rundlauf, dann Doppel, dann Einzel und dann ist die Nacht vorbei. Wer bis zum Schluss bleibt, muss mit aufräumen. Widersetzt wird sich der in der Freizeit-Konsum-Kultur üblichen distanzierten Coolheit. Das Spiel lässt eine soziale Leichtigkeit entstehen, die eine Wohltat ist für uns durch Selbstdarstellungs-Wahn neurotisierten Städter. Neue Bewegungsformen mischen alte Verhaltensmuster auf. Das Tischtennisspiel selbst wird zur Form, die sich quer durch die Stadt und quer zum Leistungsgedanken auf spielerische und liebevolle Art bewegt. An: tischtennis.party@berlin.de Betreff: Sonnenunter- und aufgänge Morgen ist Dienstag. Und warm. Und ich würde spielen, und zwar: Wenn ihr, von der Eberswalder Strasse kommend, den Mauerpark durchquert, und dann noch die Verlängerung davon weiter über die Gleimstrasse rüber geht und weiter in Richtung zum Kinderbauernhof und der schönen Brücke, dann liegt, eingelassen in den Bahndamm, ein Kleinod stadtplanerischen Wirkens: ein kleines Plätzchen, mit Blumen und Bänkchen und sehr hübsch. Zu erreichen von oben über eine Treppe. Allerdings brauche ich dafür noch jemanden, die oder der mir beisteht bei Transport und Einkauf und Abbau und so. Ab sieben so. Und jemand, die sich um Musik kümmern möchte, wäre auch noch wichtig. Ohne Hilfe kann es leider nicht stattfinden, das Ereignis. Einen schönen Sommerabend noch wünsche ich Euch allen! Jiveli, juchei! pingpingpingpingpingpingpingpingpong
The Table-Tennis Guerillas For years now, the Guerillas have been playing weekly at new locations in the public sphere. In anticipation of lively communication, the organization is open to anyone who finds enjoyment in tiny white ping-pong balls. News of the next event is spread by email or by word of mouth: »IÔve got a great new location. IÔll take care of transporting tables, generators, music and drinks, and let the others know by late Tuesday afternoon.« The evening begins with singles, then doubles, then around the world, and then the night is over! Whoever is still around at the end has to help clean up. Playing the game helps to create a refreshingly light and relaxed atmosphere which comes as a welcome change for neurotic city-dwellers from the usual constraints of profiling: new kinds of movement shake up old behavioral patterns. |
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